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HAUTLICHKEIT

Der neue Roman von Willi van Hengel – Zwischen den Stühlen 20 – ISBN: 9783957655097

Nicolai ist ein Suchender. Einer, der denkt, fühlt, begehrt – oft zu viel, oft zu tief, zu nah, zu offen, zu ehrlich. Er schreibt, um sich zu finden. Er liebt, als gäbe es kein Danach. Und manchmal überschreitet er eine Grenze, weil er sie im Moment nicht spurt.

Nach einem Augenblick der Nähe, der kippt – nach Worten, Gesten, vielleicht einer Berührung, die zu viel war -, wird Nicolai in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Nicht wegen Böswilligkeit, sondern wegen einer Empfindsamkeit, die keinen Halt mehr findet. Was folgt, ist kein Rückzug aus der Welt, sondern ein innerer Gang durch sie hindurch.

In Aufzeichnungen, Gesprächen und Erinnerungen versucht Nicolai zu begreifen, wie Begehren, Sprache und Wahrheit ineinandergreifen – und wo sie sich gegenseitig zerstören.

Hautlichkeit erzählt von der Zerbrechlichkeit menschlicher Nahe. Von Liebe, die sich selbst verfehlt. Von Gedanken, die Körper werden, und Körpern, die nach Worten suchen – zwischen Erinnerung und Gegenwart, Begehren und Zweifel, Haut und Selbstauflösung.

Ein intensiver, sinnlicher Roman über das Schreiben als letzte Form von Zärtlichkeit. Und über den Versuch, aus der eigenen Haut zu schlüpfen, ohne sich zu verlieren. Ein Buch für Leserinnen und Leser, die bereit sind, sich einzulassen: auf Gedanken, die schmerzen können, und auf eine Sprache, die nichts glättet – roh, poetisch, klar.

AKTUELLE INFOS UND LESUNGEN

Keiner Lippen Winter schweigt –
Zweischneidiges Selbst

Sinfonisches Drama von Willi van Hengel & Magnus Tautz mit Texten von Frank Lanzendörfer – Musikalische Gestaltung Tobias Breyer

In dem sinfonischen Drama „Keiner Winter Lippen schweigt. Zweischneidiges Selbst – bin vollendet“ geht es um die fiktive Begegnung des in der DDR groß gewordenen Künstlers Frank Lanzendörfer (Künstlername flanzendörfer) mit dem Dichter Willi van Hengel. Im Kern handelt es sich um einen poetisch-dramatischen Dialog, in dem es um Rede und Gegenrede, Einklang und Zweispalt sowie um die Schwingungen von Seele zu Seele geht – so, als würden beide leibhaftig auf der Bühne stehen und sich streiten, versöhnen, miteinander lachen und weinen, wütend sein auf sich, den anderen und die ganze Welt oder einfach nur schweigen.
Der innerlich zerrissene Poet flanzendörfer (1962–1988), der sich zu DDR-Zeiten der Künstlerszene im Prenzlauer Berg immer wieder entzog, war Autor, Maler und Filmemacher – observiert von der Stasi, getrieben vom Wunsch zu fliegen und auf der Suche nach einem erlösenden Ort auf der Welt.

Keine Lust auf Wahrheit:

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